Morbus Crohn

Nach ihrem Entdecker, dem amerikanischen Gastroenterologe Burrill B. Crohn, ist der Morbus Chron (Morbus = lateinisches Wort für Krankheit) benannt worden. Der Morbus Crohn kann alle Abschnitte des Verdauungstraktes vom Mund bis zum After befallen. Sehr häufig ist der letzte Abschnitt des Dünndarms oder der Übergang Dünn/Dickdarm entzündlich verändert. Charakteristisch beim Morbus Crohn ist, dass jeweils nur einzelne Abschnitte verändert sind und gesunde Abschnitte dazwischen liegen. Der Morbus Crohn verläuft meistens in so genannten Entzündungsschüben. Länge der Intervalle, der Zeitpunkt der verstärkten Beschwerden und Zunahme der Krankheitsaktivität können nicht vorhergesehen werden. Die chronische Entzündung kann so verändert sein, das es durch Vernarbungen im Darm so eng wird (Stenosen), dass dadurch die Passage des Stuhlgangs behindert wird. Durch eine akute Krankheitsphase kann es auch zu einem Darmdurchbruch kommen. Immer wieder auftretende Bauchschmerzen, Fieber, Durchfälle, Gewichtsabnahme, verminderter Appetit und Blutarmut sind Zeichen dieser Krankheit. Die Krankheit kann sich schleichend und langsam entwickeln.

Die Symptome

Beim Morbus Crohn kommt es früh zu Störungen der Nahrungsaufnahme und damit zu stärkeren Gewichtsverlusten. Die Entzündung die sowohl im Dünndarmbereich als auch im Dickdarm auftreten kann, verläuft in der Anfangsphase oft eher stumm und insbesondere dann, wenn der Dickdarm nicht oder nur wenig entzündet ist, treten keine Durchfälle auf. Im Vordergrund stehen hier meist mehr die unklaren Bauchschmerzen, die gelegentlich mit einer Blinddarmentzündung verwechselt werden.